Erste Heimpleite der Saison

2:3 gegen Ochsenhausen: TTC Fulda-Maberzell rutscht auf Rang sechs

Erste Pleite vor eigener Kulisse: Nichts zu Feiern gab es für Jonathan Groth und seinen TTC Fulda-Maberzell.
Fotos: Jonas Wenzel

11.12.2017 / TISCHTENNIS - Seine vierte Pleite der Saison musste Tischtennis-Bundesligist TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell einstecken: Am Sonntagnachmittag verloren die Mannen von Trainer Qing Yu Meng im Heimspiel gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen mit 2:3. Die erste Pleite in der Hubtex-Arena spülte den TTC zudem aus den Play-Off-Plätzen.

Es sah nach einem happy end aus. Als Jonathan Groth im allerletzten Satz des Tages mit 6:2 führte, schien dieser mit Höhen und Tiefen gesäte Nachmittag ein glückliches Ende zu nehmen. Drei Stunden Tischtennis mit Spannung und Dramatik bekamen die 550 Zuschauer zu sehen und dieses letzte Duell zwischen Groth und Hugo Calderano hatte noch einmal alles zu bieten.

Fuldas Däne hatte nach 1:2-Satzrückstand ausgeglichen und führte im fünften Satz mit 6:2. Die Halle stand, jubelte frenetisch über jeden Punkt. Dass Groth diesen Satz noch aus der Hand geben würde, hatten wohl nur die Handvoll Ochsenhausener Fans geglaubt. Denn Groths Kontrahent, Hugo Calderano, kam eindrucksvoll zurück und schnappte sich den alles entscheidenden Satz noch mit 11:7. Schluss, Aus, Feierabend – Sieg für Ochsenhausen.

„Das war natürlich auch der Klasse von Calderano geschuldet“, sagte TTC-Vizepräsident Claus-Dieter Schad unmittelbar nach dem Spiel. Er nahm Fuldas Dänen in Schutz und attestierte ihm eine gute Vorstellung. Schad lag damit richtig, denn Groth war es auch, der die Hausherren im zweiten Duell wieder zurück in die Begegnung brachte. Er schlug das japanische Top-Talent der Gäste Yuto Muramatsu glatt mit 3:0 und stellte auf 1:1.

Zuvor verlor der an Position eins nominierte Ruwen Filus gegen Calderano klar mit 1:3. Schon in diesem Duell war deutlich zu sehen, dass der deutsche Nationalspieler einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Reihenweise zu lange Bälle oder Aufschlagfehler – Filus‘ Vorstellung war unglücklich. Und das gab der 29-Jährige auch unumwunden zu. „Spielerisch ist das zwar noch in Ordnung, aber mir fehlt es derzeit an Selbstvertrauen“, sagte Filus nach dem Spiel.

Denn auch sein zweites Duell gegen Muramatsu verlor Filus – und das trotz mehrmaliger Führung in den Sätzen. Am Ende hieß es 0:3 aus seiner Sicht. „In der letzten Zeit ging es Schlag auf Schlag mit vielen Wettkämpfen. Da blieb wenig Zeit, zum trainieren und Sachen wieder neu einzustellen“, versuchte sich Filus an einer Erklärung. Zuvor stellte Wang Xi mit einer insgesamt souveränen Leistung auf 2:1, ehe Filus Ochsenhausen den erneuten Ausgleich ermöglichte.

So lag es an Jonathan Groth, die Nerven zu behalten und das Überwintern auf einem Play-Off-Platz zu ermöglichen. Daraus wurde aber nichts. „Es ist kein Weltuntergang, so ist das eben im Tischtennis“, sagte Vizepräsident Schad, der dennoch von einer bitteren Niederlage sprach. Denn die Fuldaer rutschten auf den sechsten Rang der Tabelle ab. Weiter geht es für den TTC erst im neuen Jahr. Mit einem Gastspiel am 14. Januar in Grünwettersbach. (the)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Ruwen Filus - Hugo Calderano 1:3 (8:11, 4:11, 11:9, 8:11)
Jonathan Groth - Yuto Muramatsu 3:0 (11:4, 11:8, 11:8)
Wang Xi - Jakub Dyjas 3:1 (12:14, 11:5, 11:9, 11:7)
Ruwen Filus – Yuto Muramatsu 0:3 (11:13, 9:11, 9:11)
Jonathan Groth – Hugo Calderano (11:6, 4:11, 6:11, 11:4, 7:11)

Zuschauer: 550. +++