3:2-Erfolg über Bremen

Wang Xi führt Fulda-Maberzell in die Play-Offs

Führte Maberzell mit zwei Punkten zum Sieg und in die Play-Offs: Wang Xi.
Fotos: Carina Jirsch

21.02.2018 / TISCHTENNIS - Krimi in der Hubtex-Arena: Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat am Dienstagabend den SV Werder Bremen mit 3:2 geschlagen und damit die Teilnahme an den Play-Offs sicher. Nach einem über dreistündigen, spannenden Spiel stand der Maberzeller Sieg fest. Mann des Tages war Wang Xi, der zwei Punkte zum Erfolg beisteuerte.

Am Ende hielt es kaum noch einen auf den Sitzen. Die 620 Zuschauer in der für einen Dienstagabend sehr gut gefüllten Hubtex-Arena berauschten sich an der Leistung von Fuldas etatmäßiger Nummer eins Wang Xi. Drei Stunden dauerte das Spiel zwischen Maberzell und Bremen bereits, ehe das fünfte Duell die Entscheidung bringen musste.

Xi behielt im alles entscheidenden Duell mit 3:0 (11:9, 11:8, 15:13) über Bremens Nationalspieler Steger die Oberhand und machte den 3:2-Heimsieg und die Teilnahme an den Play-Offs perfekt. Im dritten Satz führte Xi bereits mit 7:3, ehe sich Steger zurückkämpfte. Das wahnsinnig intensive und spannende Duell kumulierte in einer beinahe irrwitzigen Verlängerung.

Mal war es Steger, mal war es Xi, der einen Matchball des Gegners abwehrte. Erst der 15. Zähler entschied das Duell – 3:0 für Wang Xi. Die Halle tobte, jubelte, jauchzte. Zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison hat sich der TTC für die Play-Offs qualifiziert. „Das war heute Tischtennis auf Weltklasse-Niveau“, lobte Ruwen Filus Matchwinner Wang Xi nach dem Spiel.

Filus selbst hatte zwischenzeitlich auf 2:1 für Maberzell gestellt. In seinem Duell gegen den forsch auftretenden Belgier Florent Lambiet lag Fuldas Nationalspieler bereits mit 0:2 und 7:9 im dritten Satz zurück, ehe der Abwehrspieler ein irres Comeback startete und sich nach fünf Sätzen das Duell mit 3:2 sicherte.

Die TTC-Wende war gelungen, nachdem Groth das erste Einzel gegen Steger mit 2:3 verlor und Xi seine erste starke Leistung zeigte und Szöcs mit 3:1 schlug. Fuldas Däne Groth hatte im vierten Duell des Tages schließlich schon den Heimsieg auf dem Schläger. Doch gegen Szöcs war kein Kraut gewachsen.

„Er hat dem ersten Duell Tribut zollen müssen und war körperlich nicht mehr ganz auf der Höhe“, sagte sein Trainer Meng. Bremens Rumäne siegte klar gegen einen Groth, der schon einige bessere Tage im Dress von Maberzell hatte, und besorgte den erneuten Bremer Ausgleich.

„Es war ein hartes Stück Arbeit“, fasste Filus das dreistündige Spektakel zusammen, „aber wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde.“ Denn Bremen, das ohne Omar Assar antrat, brauchte im Rennen um die Play-Offs jeden Sieg und hatte den TTC in dieser Saison bereits zweimal geschlagen. Ein drittes Mal kam nicht hinzu.

„Dank eines phänomenalen Wang Xi und einer Energieleistung von Ruwen Filus“, kommentierte TTC-Vizepräsident Claus-Dieter Schad. „Wir haben Bremen niedergekämpft, das Ticket zu den Play-Offs gelöst – alles ist gut.“ In den verbleibenden zwei Spielen gegen Bergneustadt und Saarbrücken gilt es für Maberzell, den zweiten Platz zu halten.

Denn als Zweitplatzierte würden die Osthessen im Halbfinale gegen den Dritten zunächst Heimrecht genießen. Ein Abrutschen auf den vierten Platz, was theoretisch noch möglich ist, sollte der TTC vermeiden, um Serienmeister Düsseldorf im Halbfinale aus dem Weg zu gehen. (Tobias Herrling)
 

DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Jonathan Groth - Bastian Steger 2:3 (5:11, 11:5, 11:5, 10:12, 8:11)

Wang Xi - Hunor Szöcs 3:1 (6:11, 11:8, 11:6, 11:7)

Ruwen Filus - Florent Lambiet 3:2 (9:11, 9:11, 11:9, 11:5, 11:7)

Jonathan Groth - Hunor Szöcs 1:3 (7:11, 11:8, 4:11, 2:11)

Wang Xi - Bastian Steger 3:0 (11:9, 11:8, 15:13) +++