"Tatort Fulda"

Jörg Schüttauf liest "Der Angstmann" - Jagd nach einem Frauenmörder

Jörg Schüttauf liest "Der Angstmann"
Alle Fotos: Martin Engel

11.03.2018 / FULDA - Ein Mord mitten im Kriegschaos des Zweiten Weltkriegs stand im Mittelpunkt der "Tatort Fulda"-Lesung am Samstagabend. Der Schauspieler und ehemalige Frankfurter "Tatort"-Kommissar Jörg Schüttauf fesselte die Zuschauer mit dem Kriminalroman "Der Angstmann" in der HLB-Campus-Bibliothek.

Der vielfach ausgezeichnete Grimme-Preisträger gehört zu den renommiertesten deutschen Darstellern in TV und Theater. Gespannt folgten die rund 180 Zuschauer den Worten des bodenständigen Schauspielers zwischen tausenden von Büchern.

Die Story: Dresden im Winter 1944. Kommissar Max Heller erhält die Nachricht, dass eine Frauenleiche gefunden wurde. Als er den Tatort, ein altes Ruderhaus an der Elbe, erreicht, findet er die Frau gefesselt und aufgeschlitzt vor. Außerdem hat der Täter ihre Zunge abgetrennt. Zwei Jungen haben sie gefunden. Sie erzählen von einem mysteriösen "Angstmann", doch Kommissar Heller kann ihnen das nicht glauben. Als sich herausstellt, dass die Tote eine Krankenschwester ist, die erst vor kurzem aus Berlin zugezogen war, verhört der Kommissar ihre Kollegen. War es vielleicht der Ex-Mann, der die Frau aus Rache getötet und so brutal zugerichtet hat? Oder war es doch der mysteriöse "Angstmann"? Das müssen die Zuhörer selbst herausfinden, indem sie das Buch selbst lesen.

Zu Beginn der Lesung beantwortete der Schauspieler Fragen, die die Zuhörer im Vorfeld aufgeschrieben hatten. So erzählte er beispielsweise aus seiner Zeit beim Frankfurter "Tatort" an der Seite von Andrea Sawatzki oder etwa, wie er zur Schauspielerei gekommen ist - nämlich durch einen Job als Bühnenhelfer am Theater. Nach der einstündigen Lesung konnten die Zuhörer Bücher signieren lassen und den Abend bei Antipasti und Wein ausklingen lassen. (Moritz Pappert)+++