Ehrenbergs Verteidiger ist zurück

Nach 310 Tagen Verletzungspause: Beck is back

Zurück auf dem Platz: Ehrenbergs Neuzugang Felix Beck gab sein Comeback.
Foto: Jonas Wenzel

12.03.2018 / FUSSBALL - Er war der Königstransfer der SG Ehrenberg im vergangenen Sommer: Felix Beck, damalige Stammkraft bei Hessenligist Borussia Fulda, entschied sich für einen Wechsel in die Gruppenliga. Weil sich der 25-Jährige noch im SCB-Trikot am Knie verletzte, musste sein neuer Klub lange Zeit auf ihn verzichten. Nun feierte Beck sein Comeback.

Beim Spitzenspiel am Sonntag beim FC Eichenzell stand der Hilderser über 90 Minuten auf dem Feld und absolvierte sein erstes Pflichtspiel im Trikot der Rhöner. "Es war das erste Spiel über die volle Distanz, das merkt man auch", sagt Beck nach dem Spiel lachend, "aber ich bin soweit zufrieden, dass alles hält." Vor 310 Tagen verletzte sich Beck beim Borussen-Heimspiel Anfang Mai gegen Baunatal am Außenmeniskus.

Nachdem er sich 2014 schon einen Kreuzbandriss zuzog, folgte die nächste Verletzung am Knie. Ende Juni ließ sich der 25-Jährige in Werneck operieren, der lädierte Meniskus wurde teilweise entfernt. Rund zwei Monate Pause waren nach dem Eingriff vorgesehen, ins Training stieg Beck aber erst gegen Ende des letzten Jahres ein. "Eigentlich ist das eine schnellere Geschichte", sagt Beck, "aber nachdem vor drei Jahren erst das mit dem Kreuzband war, hat sich alles in die Länge gezogen." 

Bei Belastungen sei das Knie immer wieder dick geworden, daher habe es keinen Sinn gemacht, früher einzusteigen. "Im letzten Jahr habe ich ein bisschen Training mitgemacht, aber für die Spiele hat es noch nicht gereicht. Jetzt habe ich die Vorbereitung komplett mitgezogen", erzählt Beck, der guter Dinge ist, die Restrunde ohne größere Beschwerden durchziehen zu können.

Bei seinem Comeback meldete sich der Verteidiger mit einem sehenswerten Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:4 mit einem Treffer zurück, an der verdienten Ehrenberger Niederlage änderte das aber auch nichts. "Für ihn ist es aber natürlich schön und das Tor hat er sich auch verdient", sagt SG-Spielertrainer Romeo Schäfer, der seinem Rückkehrer alle Zeit gibt, zu alter Stärke zurück zu finden. 

Zehn Monate zuschauen sind genug

"Wenn Felix fit ist, wird er für uns zu einem ganz, ganz wichtigen Spieler", ist sich Schäfer sicher. Beck, der auch schon für den Hünfelder SV am Ball war, sieht sich jedenfalls auf einem guten Weg - auch von der Psyche her. "Wenn es das eine oder andere Mal knallt und alles hält, ist der Kopf danach frei", sagt Beck. Anfangs habe der Kopf bei Zweikämpfen schon eine Rolle gespielt, die Testspiele hätten aber genügt, um wieder Vertrauen in die Stabilität des Knies zu bekommen.

Zehn lange Monate war Felix Beck zum Zuschauen verdammt, ehe er nach Einsätzen in den Testspielen nun sein erstes Pflichtspiel absolvierte. Was sich die SG Ehrenberg für die Restrunde vorgenommen hat? "So viele Punkte wie möglich zu holen, alles rauszuhauen und dann sehen wir, wofür es reicht", antwortet Beck, der nach 310 Tagen endlich wieder auf dem Platz stehen kann. (Tobias Herrling) +++