Die Kinder der Region sind spitze

Sieger des Bewegungs- und Talentchecks ausgezeichnet: Überdurchschnittlich fit

Nach der Siegerehrung (hinten von links): Andreas Hohmann, Uwe Marohn , Cornelia Hintz, Dag Wehner, Frederik Schmitt, Maximilian Siener und die fröhlichen Sportskanonen im Vordergrund.
Foto: Leoni Rehnert

13.03.2018 / FULDA - „Gesünder, fitter, effizienter“, so könnte das Motto des Bewegungs- und Talentchecks lauten, an dem sich seit 2010 die zweiten Klassen der Schulen von Stadt und Landkreis Fulda beteiligen. 1.800 Mädchen und Jungs waren es im Jahr 2017, die jeweils zwölf Besten sind geehrt worden. Dazu begrüßte sie Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt im Landratsamt Fulda.

Alle 1.800 hatten im vergangenen Jahr einen achtteiligen Motoriktest sowie einige spezielle Übungen absolviert. Die besten 250 Kinder wurden dann zum Talentcheck eingeladen und maßen sich in mehreren sportartspezifischen Tests. Was Professor Dr. Andreas Hohmann von der Universität Bayreuth, der den Check seit 2010 durchführt, als Ergebnisse verkündete, das machte nicht nur die Kinder und ihre Eltern stolz. Auch Frederik Schmitt und Fuldas Bürgermeister Dag Wehner waren sehr angetan von den guten Leistungen. Denn Andreas Hohmann und sein Team, darunter Maximilian Siener, der als Doktorand den Check begleitet, präsentierten die Daten über die vergangenen Jahre hinweg und im Vergleich zum Beispiel mit Gleichaltrigen in Deutschland, aber auch in Shanghai.

Um es vorweg zu nehmen: Die Kinder aus Fulda haben in der Relation zu Achtjährigen aus ganz Deutschland sehr gut abgeschnitten – in allen Übungen, aber besonders beim Liegestütz und Ausdauerlauf. Die Kinder aus Shanghai – etwa 5.000 haben laut Hohmann vor zwei Jahren denselben Check absolviert – haben die Fuldaer ebenfalls überflügelt. Das zeige, dass Kinder in China vielleicht besser und härter trainierten, sagte Andreas Hohmann und ergänzte: „Aber unter dem Gesundheitsaspekt stehen unsere Kinder besser da.“ Das gute Abschneiden sei auch dadurch begründet, dass „hier die Rhön vor der Haustür ist und es noch viele wohnortnahe Sportstätten gibt“, sagte Andreas Hohmann, der auch die Ergebnisse innerhalb des Landkreises Fulda angeschaut hat und dabei feststellte: Es gebe auch Bezirke, in denen sich die Kinder etwas schwerer täten. „Da, wo es viele Bolzplätze gibt und Vereine, da ist die motorische Leistungsfähigkeit größer.“ Sobald es etwas ländlicher werde, steige auch die Leistungsfähigkeit, sagte er und nannte etwa Eiterfeld, Poppenhausen, Hofbieber, Rasdorf und Petersberg als Gemeinden, in denen überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt worden seien. Die Mädchen hatten im Übrigen in fast allen Übungen besser abgeschnitten als die Jungs.

Dag Wehner zeigte sich stolz auf die Ergebnisse und betonte die Notwendigkeit, dass Kinder und Jugendliche genügend Möglichkeiten und Raum haben müssen, um sich zu bewegen. Das sei auch für die Stadt Ansporn. Und es gebe in Wiesbaden offenbar Bestrebungen, den Check, den Stadt und Kreis freiwillig anbieten, auch auf andere Kommunen und Kreise auszudehnen. Er dankte allen, die sich engagierten– vor allem auch den Eltern.

„Dass ihr, die ihr alle so sportlich seid, jetzt so lange stillsitzen konntet und den Reden zugehört habt, dafür gibt es von mir ein großes Lob“, sagte Frederik Schmitt, der mit Dag Wehner, Sparkassenvorstand Uwe Marohn und Cornelia Hintz von der Schwenninger Krankenkasse die Kinder mit Pokalen, Sporttaschen und Urkunden auszeichnete. Jedem Kind wurden außerdem fünf Sportarten genannt, in denen es besondere Talente gezeigt hat – sozusagen als Tipp, um sich darin vielleicht zu perfektionieren. (pm) +++