Die Folgen von Orkan „Friederike“

Lange Holzlager im Seulingswald - Aufarbeiten der Sturmschäden unter Hochdruck

Dieses Wirrwarr ist ein Fall für den "Harvester", da dürfen die Forstwirte nicht arbeiten
Fotos: Gerhard Manns

16.05.2018 / BAD HERSFELD - Im Januar fegte das Orkantief „Friederike“ mit ungeheurer Wucht über Deutschland und hinterließ eine Schneise der Verwüstung, auch in den Forstrevieren von Waldhessen. Seit der Zeit sind die Forstwirte von Hessen Forst und Holzrückemaschinen (Harvester) dabei und arbeiten die sogenannten Windwürfe mit Hochdruck auf. So ganz ungefährlich ist das Arbeiten bei den übereinander liegenden Stämmen nicht, denn viele stehen unter extremen Spannungen. Die können beim Zerschneiden der Stämme urplötzlich in die Höhe schnellen und zu schweren Verletzungen der Arbeiter führen.

Deswegen werden diese Tätigkeiten mit den vielen kreuz und quer übereinander liegenden und unter Spannung stehenden Bäumen von Harvester Holzrückemaschinen erledigt. Die Forstwirte dürfen diese Windwürfe wegen der hohen Verletzungsgefahr nicht aufarbeiten, sie arbeiten nur an einzelnen und übersichtlich liegenden Bäumen. Auch dabei ist größte Vorsicht geboten, denn ein vom Stamm abgesägter Wurzelteller kann plötzlich in sein Wurzelbett zurückfallen und bei Unachtsamkeit einen Menschen unter sich begraben.

Wer zurzeit einen Spaziergang durch den schönen Seulingswald macht, kann überall an den Wegrändern die langen aufgeschichteten Holzstöße sehen, die von den Harvestern zum Abtransport und auf Länge geschnittenen Stämme dort angelegt wurden. Die Aufarbeitung der Sturmschäden in den Wäldern dürfte noch über einen längeren Zeitraum andauern. (Gerhard Manns) +++